Schicksal eines Magiers – Kapitel 3

Filed Under (Schicksal eines Magiers) by Vistin on 06-07-2010

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Zusammenfassung: Seit Jahrhunderten fügen sich die Magier der Kirche und den Templer. Bei den Gefahren die die Magie mit sich bringt war dies auch nicht abwegig. Doch gewisse Regelungen kann man nicht ungerührt hinnehmen, vorallem dann nicht, wenn es um Leben oder Tod geht.

Gedanken des Autors: Wie reagiert man, wenn man durch Zufall herausfindet, dass man manipuliert und zum Tode verurteilt wurde, ohne sich verteidigen zu können? Es sollte in diesem Kapitel um Schockmomente und Aktion gehen.

Essenzen des Seins

„Kommt nur herein, Alim. Ich habe gehofft, Euch noch einmal zu sprechen, bevor ich aufbreche.“

Ich nickte dankend und betrat das großzügig möblierte Gästezimmer, in dem Duncan untergebracht worden war. Ich wusste immer noch nicht, was ich hier eigentlich wollte. Glaubte ich wirklich, dass Duncan mir heute Nacht helfen würde, wenn Greagoir mich erschlug? Wir kannten uns nicht, hatten uns nur einmal kurz gesehen, und nur weil er einen jungen Magier nach Ostagar mitnehmen wollte, hieß das nicht, dass er auch einen Abtrünnigen mitnehmen würde. Vorallem weil es einen Unterschied machte, ob er einen Magier oder einen neuen Grauen Wächter brauchte. Trotzdem hatte ich ihn unbedingt sprechen müssen.

„Ihr reist wieder ab?“, fragte ich und bemühte mich beiläufig zu klingen.

„Ja, meine Gespräche mit Greagoir und Irving sind beendet. Daher werde ich morgen abreisen.“

„Hattet Ihr mit Eurem Anliegen Erfolg?“, fragte ich vorsichtig, denn immerhin wusste ich nicht wirklich, was Duncans eigentliches Anliegen war. Duncan lächelte wissend und zeigte damit, dass er mein Manöver durchschaute.

„Nein. Im Endeffekt nicht. Zwar gibt es hier im Turm über hundert Magier, die mir angeboten haben, mich nach Ostagar zu begleiten, doch Greagoir und Irving sind dagegen auch nur einen von ihnen gehen zu lassen. Daher muss ich auch Euch erneut enttäuschen, falls Ihr gekommen seid, um mir Eure Unterstützung anzubieten.“

Ich schüttelte den Kopf.

„Nein. Wobei … Doch, aber anders als Ihr denkt. Ich habe viel über die Grauen Wächter gelesen. Nicht nur die Legenden, auch die Schlachtberichte der letzten Zeitalter, in denen die Wächter oft nur in den Marginalien auftraten. Ich weiß einiges über Euren Orden. Darunter auch, dass es für die Aufnahme keine Beschränkungen in Rasse, Geschlecht, Profession oder Status gibt.“ Ich hielt inne und beobachtete Duncans Reaktion. Er legte den Kopf schief und verschränkte die Arme nachdenklich vor der Brust, ließ sich aber ansonsten nicht anmerken, was er über meine Andeutung dachte.

„Wollt Ihr Euch den Wächtern anschließen?“

Schicksal_eines_Magiers_Kapitel3

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