Selbstgemachte Kriminelle

Filed Under (Aus der Tagespresse) by Vistin on 12-08-2010

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Oh mein Gott! Uns ist mal wieder aufgefallen, dass das Internet zur illegalen Verbreitung urheberrechtlich geschützter Inhalte benutzt wird!

Manchmal fragt man sich, wie naiv manche Menschen wirklich sind! Und vor allem wie dumm! Natürlich ist es illegal, einen Film, Musik oder Bücher aus dem Internet zu laden, ohne dafür zu bezahlen! Das liegt doch auf der Hand! Da ist es egal, ob das über Tauschbörse, One-Click-Hoster oder Stream-Server passiert.

Und das Gros der Nutzer dieser Dienste ist nicht halb so naiv wie gewisse Medien. Jedem Besucher eines Tauschforums ist klar, dass er sich nicht mehr am Rand, sondern jenseits der Legalität bewegt, spätestens die nervtötenden Anti-Raubkopierer-Werbespots – die sich faszinierenderweise nicht an die Raubkopierer, sondern an die Nutzer richten, die mit dem Kauf der Original-DVD, die diese Werbung enthält (weil die Macher doch nicht wirklich glauben, dass dieser Mist in der HD-Raubkopie noch enthalten ist) ja eigentlich bewiesen haben, dass sie sich an die Regeln halten – haben jeden Deppen gelehrt: Raupkopien sind schlimmer als kleine Jungen zu … ehh, ‘schuldigung, vielleicht etwas übertrieben. Wobei Moment! Wie komme ich auf diesen Vergleich?

Das allwissende Orakel beantwortet die Frage:

Suchbegriff: Raubkopie Haftstrafe

erster Treffer: RAUBKOPIERER SIND VERBRECHER

Suchbegriff: Missbrauch Haftstrafe

erster Treffer: Sexueller Missbrauch: Haftstrafe für Heilpädagogen

Na? Aufgefallen? Genau! Jemandem der zu privaten Zwecken Raubkopien anfertigt, also keinerlei Gewinn davon erwirtschaftet droht die selbe Haftstrafe, wie einem Mann der sich mehrfach an zwei Kindern vergangen hat.

Und jetzt fragen wir uns einmal, was dieser Gesellschaft mehr Wert ist: Unser geistiges Eigentum oder unsere Kinder. Die Antwort ist einfach: Unser geistiges Eigentum – davon haben wir einfach VIEL zu wenig.

Aber zurück zum Thema: Da gibt es also Leute, die für die neueste Meisterleistung eines Regisseurs, eines Autors oder eines Musikers nicht bezahlen wollen. Was bedeutet das? Nehmen wir das Beispiel Film – ich spekuliere mal:

1. Es handelt sich um Leute, die es sich nicht erlauben können, den Lohn für zwei bis vier Arbeitsstunden in eine überteuerte Kinokarte zu investieren, um auf unbequemen Sesseln überteuertes Popkorn mampfend und verwässerte Cola trinkend auf den Hinterkopf ihres Vordermanns zu starren, während sich auf der Leinwand Russel Crowe darum bemüht, mit nur einem Gesichtsausdruck eine Charakterrolle zu bestreiten. Im Kino gibt es keine Geld-zurück-Garantie, noch nicht einmal, wenn man mitten im Film gehen muss, weil der Streifen hartnäckig versucht, einem den Magen umzudrehen.

2. Es handelt sich um Leute, die ihren Rechner aus Platz, Bequemlichkeit, was auch immer, als Multimediagerät nutzen. Das ist vollkommen legal, keiner kann mich zwingen, einen externen DVD-Player zu besitzen, ich habe für den Brenner in meinem Rechner sogar GEMA-Gebühren bezahlt, obwohl das Teil noch nie eine Musik-CD gesehen hat. Wer diese Entscheidung trifft, wagt sich nicht mehr an das DVD-Regal. Denn die 16 bis 30 Euro teuren Silberlinge sind zum großen Teil so schlecht bespielt, dass auch das beste Wiedergabeprogramm in die Knie geht. Untertitel können nicht abgestellt oder nicht eingeschaltet werden, Menüs können nicht angewählt werden, oder erscheinen gar nicht, weil da irgendwelche schlecht eingebundene Animationen drin stecken, die vielleicht hübsch wären und einen Mehrwert darstellen würden: Wenn sie funktionieren würden! Muss ich jetzt auch noch über den ach so heiligen Kopierschutz sprechen, der die Wiedergabe gewisser Medien auf Rechnern vollständig verhindert? Doch muss ich, weil das zu einem schon erwähnten Punkt führt: Hat schon mal jemand versucht, eine legal erworbene DVD, die aus der Folie entnommen wurde, zurück zu geben, mit der Erklärung, ich kann sie nicht abspielen? Oder haben sie den Blick eines Verkäufers vor Augen, den sie danach fragen, ob und wie eine DVD kopiergeschützt ist? Das sind Erlebnisse, die kann man noch den Urenkeln – die DVDs und ähnliche Medien hoffentlich nicht mehr kennen – erzählen. Meistens sind die dummen Dinger eh vom Umtausch ausgeschlossen, und mit der Argumentation: Der Film war einfach nur scheiße, den will ich nicht besitzen!, kann man der Filmindustrie sowieso nicht kommen.

3. Es handelt sich um Leute, die eine Kunstform wirklich lieben. Leidenschaftliche Menschen, die in Filmen und Musik aufgehen, die Bücher wie ihr täglich Brot brauchen und verbrauchen. Menschen mit langweiligen, tristen und zum Teil schrecklichen Schicksalen, die in der Kunst Trost, Zerstreuung und Lebenswillen suchen und finden. Menschen, die jeden Pfennig, den sie entbehren können, in ihre Leidenschaft stecken, Menschen die freudestrahlend den Postboten mit dem Amazon-Päckchen erwarten, die Buchhandlungen wie auf Wolken schwebend betreten, die mit leuchtenden Augen zwischen CD- und DVD-Regalen stehen, die um Mitternacht ins Kino gehen, um die Preview zu sehen. Es sind die Menschen, die für ihre Leidenschaft alles geben würden, die nur nicht sehr viel haben, weil sie Studenten oder Schüler sind, weil sie miese Jobs haben, weil sie sich das, womit sich andere Luxusvillen in der Schweiz finanzieren, nicht leisten können. Es sind die Fans derjenigen Künstler, deren Manager, Plattenfirmen und Verleiher die “Raupkopierer sind Verbrecher”-Kampagne mit so viel Geld vollpumpen, dass man damit Preiserhöhungen der Medien rechtfertigen könnte!

Und damit sind wir bei der wichtigsten Frage angelangt: Wie verhindert man Raubkopien?

Ganz einfach, man erinnert sich daran, dass Filme, Musik und Literatur Kunst sind und man ein Recht darauf hat. Dienstleistungen wie LoveFilm.de verhindern Raubkopien besser als nervende Werbespots! Wieso müssen sich auch digitale Versionen von Büchern an die Buchpreisbindung des Hardcovers halten? Wieso gibt es so wenige Angebote für legalen Download von Serien, Filmen und Musik? Und wieso muss so viel Geld in Kopierschutz investiert werden, wenn das Geld einfach für alternative Angebote genutzt werden könnte?

Der Mensch möchte nicht kriminell sein, aber bevor er verhungert, wird er Brot stehlen. Mit dem geistigen Hunger ist es genauso, wieso muss Kunst ein Luxusgut sein? Machen wir eine Beispielrechnung:

Man nehme einen Film und vergesse jetzt einmal das Kino, was eine Sache für sich ist.

Lagaler Stream: 2 Euro – Einmaliges sehen eines Films über eine gut sortierte Videothek.

Legaler Download: 4 Euro – Eine avi-Datei, Stereo-Sound, Kein HD, nur eine Tonspur, keine Untertitel

Legaler Download: 6 Euro – Eine avi-Datei, Strereo-Sound, Kein HD, mehrere Tonspuren und Untertitel

Legaler Download: 8 Euro – iso-Datei (oder was auch immer, Hauptsache kein Kopierschutz-Mist), 5.x Sound, HD, all inc.

Nur Film DVD: 10 Euro – DVD auf dieser etwas Werbung und Film, Hülle mit Cover

DVD mit Bonus: 12 Euro – DVD mit etwas Werbung, Film, Extras, Hülle und Cover

DVD Director’s Cut: 14 Euro – DVD mit Film im Director’s Cut, Extras, Hülle und Cover

DVD Liebhaber: 16 Euro – DVD mit Film im Director’s Cut, Extras, Hülle, Cover, Beiheft mit Infos

Wenn man diese Auswahl hätte und das ganz legal, ohne Einschränkungen in der benötigten Soft- oder Hardware, wer würde sich dann noch durch unübersichtliche Foren und Rapidshare-Links wuseln, um dann doch bei einem falsch getagten Softporno zu landen?

Die Medienindustrie hat sich die Kriminellen selbst gemacht, sie kann sie auch wieder verschwinden lassen, wenn sie umdenkt und sich erinnert, dass sie gegen ihre eigenen Kunden kämpft.

RAUBKOPIERER SIND VERBRECHER

Vom Himmel in die Hölle gestiegen

Filed Under (Aus der Tagespresse, Teutonic War Bitch) by Vistin on 25-07-2010

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Es ist irgendwie ein komisches Gefühl, vor wenigen Stunden stieg ich stinkend, klebrig, völlig ausgepowert aber unendlich glücklich in ein Auto, nachdem ich zwei Tage lang ein geniales, gemütliches und unendlich verkuscheltes  Metalfestival besucht hatte, und erfuhr, dass wenige Kilometer neben dem Berg, auf dem 2000 Metaler für ein Wochenende dem Himmel so nahe waren, die Hölle los war.

19 Tote auf der Loveparade. Einer Veranstaltung, mit der ich und mein Freundeskreis kaum weniger zu tun haben könnte. Man ist fast versucht zu sagen:  “Selber schuld, wer hört auch schon so einen Scheiß!” Aber die Worte bleiben einem im Hals stecken. Bei solchen Bildern, bei solchen Horrorvorstellungen überwindet das Mitgefühl jede Meinungsunstimmigkeit und jede Differenz.

Meine Gedanken sind bei den Opfern und Angehörigen und meine Vorwürfe bei den Veranstaltern, die so viele Einwände und so viele Warnungen in den Wind geschlagen haben! Ich bin stolz auf meine Heimatstadt, die Verantwortlichen in Bochum haben die Risiken offenbar richtig eingeschätzt.

Als Metaler kennt man diese Art von Veranstaltungen nicht. Jedes Festival, jede Veranstaltung in unserer Szene hat klein begonnen, ist langsam gewachsen, hat gelernt. Die größten uns bekannten Planungsfehler der Veranstalter sind zu wenige Klos! Unfälle gibt es natürlich immer wieder, wie 2005 auf Wacken, aber die Dimension und vor allem die Ursache ist nicht zu vergleichen! In einem Tunnel festzustecken! Das ist ein Albtraum! Wie kann man eine 1,5 Millionen-Veranstaltung auch jedes Jahr wo anders stattfinden lassen? Vor allem dann, wenn es sich um eine Party mit hohem Alkoholkonsum handelt! Das sind nicht X Menschen, die zu einer Sportveranstaltung gehen! Das sind Abertausende von Menschen die da feiern, wo sie stehen. Wenn ich an die Loveparade denke, sehe ich ein Bild der Straße zur Siegesseule in Berlin und die Menschen, die auf Laternen sitzen. Wie konnte man da nicht damit rechnen, dass die Leute überall rumklettern werden? Vor allem da, wo man das Nadelöhr, das zum Stillstand in der Bewegung führt auch noch selbet geschaffen hat! Ein einziger Zugang für Millionen!?

Diese Nachricht hat unsere donggleiche Laune mächtig gedämpft und mir doch gleichzeitig vor Augen geführt, welches Glück ich an diesem Wochenende hatte. Es war mir schon auf dem Festival aufgefallen, der Platz! Selbst innerhalb der ersten zehn Reihen hatte ich Platz zum tanzen, zum springen, zum feiern. Und zu verdanken hatte ich das Veranstaltern, die mit einer begrenzten Besuchermenge zufrieden waren und nur die 2000 Plätze angeboten haben, die sie auch wirklich zur Verfügung stellen konnten! Die zehn Jahre lang gelernt haben, wie man es machen kann und machen muss. Ich danke Euch dafür.

Möge das Dong den Berg nie verlassen! Denn da oben ist man dem Himmel so nah!

Schulautonomie – Wie man es macht, macht man es falsch

Filed Under (Aus der Tagespresse) by Vistin on 17-03-2010

Das neue Schlagwort in der Bildungspolitik heißt: Schulautonomie. Eine vom Grundkonzept gute Idee, denn wieso sollte in Bochum-Stiepel Chinesisch nicht zum Schulfach werden, wenn ausreichend Interesse besteht, während in gewissen Gegenden der Deutschunterricht verstärkt werden sollte, weil die meisten Schüler ihre “zweite Fremdsprache ” bereits von Haus aus beherrschen und daher nicht mit Französisch und Spanisch gequält werden müssen. Es sollten Konzepte, Ideen vermittelt werden und nicht sture  Inhalte. Doch dann kommt die Schattenseite: Natürlich investiert Siemens in die Kölner Berufskollegs, weil diese ihnen einerseits die Fachkräfte heranzüchten und andererseits für ein gutes Image sorgen. Doch welcher Direktor könnte Opel dazu bringen, in eine Bochumer Hauptschule zu investieren? Welcher hochqualifizierte Didakt für Physik und Spanisch möchte in einer Dorfgesamtschule unterrichten, die 150 km vom nächstgelegenen Theater entfernt ist? Während sich das Gymnasium im malerischen Vorort von Berlin vor Bewerbungen kaum retten kann.

Und so können wir wählen, zwischen dem Teufel und dem Beelzebub. Die Medien wie auch die Politiker sprechen von “Kompromissen” – aber mal ehrlich: Ein Kompromiss ist doch nur ein Verlust für beide Seiten. Wie will man Freiheit kontrollieren? Wie Individualität vereinheitlichen? Wie Leistung gleichmäßig verteilen? Wenn man den Schulen Autonomie geben will, ohne die Schere zwischen Brennpunkten und Wohlstandsnestern weiter aufzureißen, muss man nicht “Autonomie” neu definieren, sondern “Schule”.

Vielleicht zeigen die Probleme, die Deutschland in der Bildungspolitik hat, dass sich das Konzept von Schule als Organisationsform, wie auch als Institution überlebt hat. Schule sollte kein Gebäude im Viertel xy sein, dessen Zuständigkeit sich über geographische Nähe oder willkürlich gesetzte bürokratische Grenzen ergibt, sondern ein geistiges Modell sein, das durch mehrere Gebäude an unterschiedlichen Orten repräsentiert wird. Wenn sich drei Schulen aus unterschiedlichen Gebieten unter demselben Motto, derselben pädagogischen oder fachlichen Idee versammeln und als eine Institution über das Gebäude, über das Viertel hinaus agieren, werden Gelder aus bessergestellten Schichten in schwächere Gegenden fließen, Vielfalt auch in abgelegene Gegenden gebracht werden.

Der einzige mögliche Kompromiss, der den Schulen Autonomie gibt, ohne sie zu spalten, bedeutet, dass man nicht das Was und das Wie vorgibt, sondern nur das “mit wem”!

Bildung – Ein Grundbedürfnis

Filed Under (Aus der Tagespresse) by Vistin on 09-06-2009

“Zu wissen was die Welt, im Innersten zusammenhält”, verlangt Faust und verkauft seine Seele an den Teufel.

Das gleiche machte vor wenigen Tagen ein elfjähriges Mädchen in der Türkei. Sie erschoss ihre Mutter, um an einem Eignungstest teilnehmen zu können. Sie erreichte ihr Ziel: Vier Stunden nach dem Mord saß sie begleitet von zwei Polizisten und einer Psychologin in der Schule und bestand die Prüfung mit maximaler Punktzahl.

Bildung und Wissen bieten die Option darauf, sein Leben selbst zu bestimmen und diese Option wird von den meisten Menschen und vor allem von dem meisten Männern maßlos unterschätzt. Dabei war das Streben nach Unabhängigkeit bereits für unendlich viele literarische Werke das Thema. Die Möglichkeit, das Leben besser zu begreifen und dadurch zu beeinflussen, ist den Menschen ein Grundbedürfnis, das jedoch durch Angst und Zweifel immer wieder überlagert wird. Es ist hart, für sich selbst die Verantwortung zu übernehmen, weil es da andauernd Menschen gibt, die uns verletzen und verunsichern. Die Waffe zu ziehen und zu schießen ist da eine viel zu extreme Lösung, aber – wie makaber es klingt – es ist eine Lösung.

Einen Charakter zu kreieren, der mit diesem Hintergrund seinen Weg macht, ist eine literarische Herausforderung. Kann man sich überhaupt vorstellen, wie das Leben dieses Mädchens weiter verlaufen wird? Ein Streben nach Selbstbestimmung, das so stark ist, wird nicht in die verzweifelte Depression führen, doch diesem Kind wird noch bewusst werden müssen, was sie getan hat. Seine eigene Mutter zu erschießen, ist so eklatant prägend, dass es wohl ihr ganzes Leben bestimmen wird, doch wie?

Schon tot oder noch lebendig?

Filed Under (Aus der Tagespresse) by Vistin on 10-04-2009

Südafrika wird Vorreiter! Und zwar bei der Statuserfassung seiner Einwohner. Über einen Fragebogen kann da jeder Bürger seinen Lebendigkeitsstatus überprüfen: Möglich sind vier Zustände:
gefühlt: lebendig / amtlich: lebendig, was eher langweilig ist.
gefühlt: lebendig / amtlich: tot schon interessanter, aber da setzt sich das amtlich einfach durch und schon ist man ganz tot.
gefühlt: tot / amtlich: lebendig das ist sehr schwer zu korrigieren, weil wie verklickert man dem Staat, dass man keine Stueern mehr zahlen will, wenn man tot ist?
gefühlt: tot / amtlich: tot klingt nach wenig problematisch, außer wenn man bedenkt, dass das ein Fragebogen ist, der eine Aussage über denjenigen trifft der ihn ausfüllt …

Auf jeden Fall ein interessantes Konzept.

Wir kennen nur die Vergangenheit …

Filed Under (Aus der Tagespresse) by Vistin on 01-03-2009

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… und auch die nicht wirklich. Der Klimaskeptiker George F. Will hat uns wieder einmal daran erinnert, was die Wissenschaft darf und was nicht. Aus meinem Geographiestudium kenne ich die Problematik gut. Wenn du nicht 100% sicher sein kannst, halt lieber den Mund, weil dir eh keiner glauben wird.

Beim Lieblingsthema des amerikanischen konservativen Publizisten Will heißt das, dass es die globale Erwärmung nicht gibt und wenn, dann sind die Menschen nicht schuld und wenn doch, dann ist das immer noch kein Grund zur Panikmache, weil man dann nicht sagen kann, wie schlimm es wirklich kommt. Aus der reinen Wissenschaft heraus betrachtet, hat Will Recht: Bevor eine Theorie nicht bestätigt ist, bleibt sie nur eine Theorie unter anderen und bestätigen konnten wir bisher nur sehr wenige Theorien. Doch was wissen wir als Menschen denn schon sicher?

Die Mutter, die ihre Kinder davor warnt, zu heftig zu toben, hat nicht die geringste Ahnung, ob sich Max das Knie aufschlägt, oder Moritz das Auge aussticht, sie weiß noch nicht einmal, ob sie sich wirklich weh tun werden, sie hält es nur für wahrscheinlich. Trotzdem spricht sie eine Warnung aus, ja sie greift sogar mit ihrer elterlichen Gewalt ein, wenn es sein muss. Wissenschaftlich ein unverantwortliches Verhalten. Merkwürdig … Wieso werden Eltern, die sich an das wissenschaftliche Gesetz der Deskription, also der Analyse des Geschehenen, halten, vom Jugendamt verfolgt?

Als der “inaktive” Vulkan St. Helens 1980 innerhalb von Tagen eine gewaltige Beule bekam, schrien alle Geologen weltweit: “Sperrgebiete einrichten, das Ding geht gleich hoch!” Die damals zuständige Politikerin reagierte auf diese “Panikmache” jedoch nur mit einer Frage, die jeder Geologe und Geograph fürchtet: “Wann?” – Diese Frage kann von keinem Wissenschaftler beantwortet werden, weil die Erde ein sehr komplexes System ist und wir uns auf die Fähigkeit, “DAS” sagen zu können, viel einbilden dürfen. Auf die Uhr zu sehen und einen Vulkanausbruch zu terminieren, ohne die eigene wissenschaftliche Reputation zu gefährden, ist unmöglich. Unverschämterweise fiel der Vulkanausbruch in die Anglersaison und da die Politik nicht wochenlangen auf die Einnahmen aus dem Verkauf von Angellizenzen verzichten wollte, starben 64 Menschen in Gebieten, die kein Wissenschaftler betreten hätte, ohne ein Testament zu verfassen.

Soviel zur Realität: Wissenschaftler dürfen nicht warnen, wenn sie es nicht GANZ genau wissen, weil das dann Panikmache ist, da Wissenschaftler aber nur das ganz genau wissen, was schon passiert ist, dürfen sie gar nicht warnen – nur dasitzen und auf das Stichwort warten, um zu sagen: Das, was gerade passiert ist, war seit x Jahren wahrscheinlich. Und wenn verzweifelte Opfer fragen, wieso sie nicht gewarnt worden sind, lautet die Antwort auch immer gleich: Wir wussten nicht wann, daher habt ihr nicht gehört. Dabei ist es egal, ob es der garantierte Ausbruch eines der drei Megavulkane der Welt, der vorprogrammierte Tsunami im Mittelmeer (Anm.: da gibt es kein Frühwarnsystem) oder der Großbrand in einer asiatischen Megastadt (Anm.: Genialerweise gibt es für diesen Fall schon Neubebauungspläne. Sehr pragmatisch die Asiaten, verhindern können sie es nämlich nicht) ist – die Wissenschaft spielt ein makabres Orakel der Zukunft, mit einem ganzen Archiv voller Katastrophen, die man nicht verhindern kann, weil man nicht weiß, wann sie eintreffen und der Mensch nicht vernünftig genug ist, Gefahren ohne Termin einfach aus Prinzip zu meiden oder sie zumindest zu bedenken.

Doch was ist mit der Kunst? In unserem Fall mit der Literatur. Was ist, wenn ein Autor über ein Ereignis schreibt, das garantiert so eintreffen wird, nur ohne Termin? Was passiert, wenn dieses Buch dann auch noch ein Bestseller wird? Ruft eine literarische Verarbeitung das Ereignis ins Bewusstsein der Menschen oder wird es durch es durch den fiktiven Kontext nur unwahrscheinlicher?

Als 1912 die Titanic sank, gab es einige Leseratten, die ungläubig ins Bücherregal griffen, um “Titan”, eine Novelle des Autors Morgan Robertson, hervorzuholen, die bereit 14 Jahre früher ein sehr ähnliches Ereignis beschrieb. Dabei wäre es übertrieben, Robertson hellseherische Fähigkeiten zuzusprechen. Als Sohn einer seefahrenden Familie, der sein ganzes Leben mit Schiffen und auf See verbracht hatte, war die Katastrophe der Titanic für ihn einfach nur wahrscheinlich. Selbst die Namenswahl ist kein Zufall: Robertson war klar, dass Schiffe gerne nach Göttern und Figuren der Mythologie benannt werden, und wenn er als Autor sein größtes Schiff der Geschichte konstruiert, benennt er es automatisch genauso wie der Ingenieur, der tatsächlich Stahl zusammennietet. Morgan Robertson ist mit seiner Novelle nicht berühmt geworden und auch Filme wie “Supervolcano” sind nicht gerade Kassenschlager, während Dan Brown mit seinen “Illuminati” Millionen verdiente, obwohl sich keiner Papst Benedikt auf dem Dach des Petersdom vorstellen kann. Oder ist genau das der Grund?

Der Mensch erkennt unterbewusst die potenziell realen Gefahren in der Fiktion und lehnt sie ab, weil die Akzeptanz des Fiktiven ihn dazu zwingen würde, sich mit dem Problem auseinander zu setzen und ihn so auch in der Realität näher an die Sache heranführen würde. Diese Auseinandersetzung würde uns aber die Unschuld rauben, weil wir nicht mehr sagen können, wir hätten es “nicht gewusst” und uns damit zur Verantwortung ziehen.

Ist nur eine Theorie, aber: “Die Menschen sind allesamt Lemminge”

Science Fiction zum Greifen nah

Filed Under (Aus der Tagespresse) by indigo on 20-02-2009

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Heute vor 50 Jahren war die Zukunft noch nah. Gerade war der erste Wettersatellit gestartet worden, um Wolkenfelder zu messen. Die Daten wurden damals auf einem 25 Meter langen Tonband gespeichert und per Funk zur Erde gesendet, wo sie am Dienstag, den 17. Februar 1959, auch in Bonn und Bochum empfangen wurden. Was heutzutage wie ein antiquierter Weltraumdinosaurier daherkommt, war der “Beginn eines neuen Zeitalters der Wetterbeobachtung”, wie die beteiligten Wissenschaftler verlauten ließen.

Damit war die Eroberung des übrigen Weltraums in der Vorstellung der Wissenschaft nur noch eine Frage der Zeit. In Los Angeles wollte man sich nicht auf die Messung reflektierter Infrarotstrahlen beschränken, da wurden größere Pläne geschmiedet. Die erste Sonde (allerdings eine russische) sollte am 13. September desselben Jahres auf dem Mond landen, was aber wie ein reichlich kleiner Schritt für die Menschheit wirkt, verglichen mit dem, was der Biologe Dr. John Lyman plante. Beschwingt von den Erfolgen des Wetterdienstes oder womöglich inspiriert durch die Nähe zu Hollywood glaubte er die Reise zu den Sternen zum Greifen nah: durch Tiefkühlung der Astronauten. Zwar waren die Tests an Nagern noch nicht einmal begonnen, Lyman ging aber dennoch davon aus, dass es in absehbarer Zeit problemlos möglich sein würde, Menschen in Kälteschlaf zu versetzen und auf diese Weise auf Jahrzehnte andauernde Reisen in die unbekannten Weiten des Weltraums zu schicken, ohne mit dem Problem konfrontiert zu werden, dass von solchen Reisen keine Rückkehr möglich ist.

Da bis heute keine derartigen Expeditionen bekannt geworden sind, hat es dabei wohl doch Schwierigkeiten gegeben. 2005 berichtete Spektrum der Wissenschaft, schadloser Kälteschlaf sei in Tierexperimenten jetzt beinahe möglich. Die Zukunft ist offenbar in weitere Ferne gerückt als zuerst vermutet. Aber wäre es wirklich erstrebendwert, nach Jahrzehnten oder gar Jahrhunderten bewusstlos im Weltall und  dem Sammeln von Gesteinsproben auf Lichtjahre entfernten Planeten schließlich ungealtert zur Erde zurückzukehren? Es war angedacht wie ein futuristischer Traum, die Möglichkeit, eine solche Reise anzutreten und auch noch davon erzählen zu können. Nur wem? Bekannte Gesichter wird wird man nach diesem ausgedehnten Schönheitsschlaf kaum antreffen.

Rettet euch, die Erde kann auf sich selbst aufpassen!

Filed Under (Aus der Tagespresse) by Vistin on 15-02-2009

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“Umweltschutz”, “Naturschutz”, “Rettet die Erde”, “Rettet die Tiere” und noch viel mehr solcher Schlagworte hört man gerade heute im Zeichen der Klimaerwärmung. Immer wieder hört man, wir müssten endlich aktiv werden und etwas ändern! Als Geograph und Germanist muss ich dabei immer blöd Grinsen. Es ist nämlich in beiden Wissenschaften völliger Blödsinn.

Aus der Sicht der Geographie ist die Erde und das Leben auf ihr ein so gewaltiges und so stabiles System, dass die Menschen und der Scheiß den wir so produzieren sich wie eine Frühjahrserkältung ausmachen. Wir rotten Tierarten und Pflanzen aus, super, das haben Tiere, Pflanzen, Naturkatastrophen und Asteroideneinschläge vor uns mehrfach und viel gründlicher getan, als wir es je könnten. Wir verändern das Klima, ja, aber der Erde ist das Schnuppe, sie ist ein System mit zwei konstanten Wendepunkten: Der eine wird erreicht, wenn es so warm geworden ist, dass die gesamte Erdoberfläche mit Wolken bedeckt ist, und kaum noch Licht zur Erdoberfläche dringt, dann legen chemische Prozesse und der Energiehaushalt den Rückwärtsgang ein und die Erde wird sich abkühlen. Friert die Erde vollständig zu, kann das CO² nicht mehr abgebaut werden und reichert sich immer weiter an, was die Erde wieder auftaut. Kein Extrempunkt kann erreicht werden ohne dass automatisch der Gegenprozess eingeleitet wird.

Natürlich geschieht das nicht ohne Opfer! Aber die Erde hat schon mehrfach 80 ja sogar 90% der Arten eingebüßt, durch Megaeruptionen von Vulkanen, Asteroideneinschläge und auch durch atmosphärische Veränderungen. Auch die beiden beschriebenen Extrempunkte wurden in den 4,6 Miliarden Jahren schon mal erreicht. Wissenschaftler gehen davon aus, dass sich das Leben nicht nur einmal auf der Erde entwickelt hat, sondern dass es mehrere Anläufe gegeben hat. Die Erde wird also überleben und auch “das Leben” auf der Erde wird bestehen bleiben, was verschwinden wird sind lediglich die Menschen, vielleicht die Säugetiere allgemein, aber die sind eh ein überholtes Modell. Die Zukunft gehört den Insekten deren Artenzahl täglich steigt und den Viren, deren Vorzeigespieler das HI-Virus bereits jetzt zur Dezimierung der Menschheit beiträgt. So kann ich als Geograph guten Gewissens sagen, dass weder die Umwelt noch die Natur geschützt werden muss, sie sind 4,6 Milliarden Jahre ohne unseren Schutz ausgekommen, sie packen es die nächsten paar Milliarden auch.

Als Germanist und damit als Geisteswissenschaftler, der die Menschheit im Fokus hat, kann ich über diese Formulierungen auch nur lachen! Wenn wir mit diesen Worten das erfassen wollen um was es wirklich geht, nämlich die Erhaltung des Menschen, dann müsste es Menschenschutz heißen oder zumindest “Menschenerhaltung”. Doch der Mensch ist ein Aktivist. Er kann nicht mit etwas aufhören, sondern versucht die negativen Auswirkungen seiner Handlungen durch weitere Handlungen abzumildern. Er denkt immer von sich aus nach Außen und genauso funktioniert auch seine Sprache. Es ist ganz leicht zum Schutz aufzurufen. Schutz ist ein mächtiges Wort. Es ist aktiv und es fordert einen Dritten, also ein Außen auf zu Handeln. Wieso können wir nicht zum “Aufhören” aufrufen? Wieso klingt das so merkwürdig in unseren Ohren? Vielleicht, weil wir damit eingestehen müssten, dass wir nicht nur nicht das Richtige tun, sondern explizit das Falsche? Weil wir einsehen müssten, dass es diesmal kein böses Außen gibt, sondern wir uns selbst bedrohen? Da ist kein Gott, kein Fremder, keine feindliche Umwelt nur der Mensch selbst. Eine Erkenntnis zu der wir nicht bereit sind und die wir daher auch nicht in exakte Worte kleiden können. Dabei ist es so einfach: Wenn wir aufhören die Umwelt anzugreifen, müssen wir sie nicht schützen. Wenn wir aufhören würden die Erde in ihren Prozessen in eine für uns lebensfeindliche Phase zu treiben, müssten wir diese Prozesse nicht aufhalten!

Aber solche Dinge können wir mit den menschlichen Sprachen gar nicht erfassen. So egozentrisch ist unsere Kultur und unsere Kommunikation, dass jede Aufforderung zur Umkehr, zur Veränderung unserer Gewohnheiten wie ein Eingriff in unsere Grundrechte klingt. Wieso ich! Sollen die anderen doch was für die Umwelt tun! – Nein, nicht FÜR, sondern GEGEN! Um die Umwelt müssen wir uns keine Sorgen machen, eine Umwelt wird es immer geben, die frage ist, ob wir in der neuen Umwelt atmen können, darum sollten wir uns sorgen! Ist es nicht paradox, dass der Egoismus unserer Art eine so stark von Innen nach Außen denkende Sprache erschaffen hat, dass wir nicht mehr exakt genug formulieren können um einmal aus egoistischen Gründen handeln einzustellen? Wie formuliert man einen Aufruf, der die Weltbevölkerung davon überzeugt, dass sie aufhören müssen sich selbst zu vernichten, wenn unsere Sprache dazu neigt aktivistisch nach Außen zu weisen?

Im Rahmen einer neu erfundenen Wissenschaft dem Geo-Engineering ist gerade jetzt ein Schiff, die Polarstern, auf dem Weg in die Antarktis um zu überprüfen was die Menschheit tun kann, um die Welt vor dem zu retten, was wir bereits getan haben.

Also ich bin für “Menschheitsschutz” durch “Naturvernichtungsunterlassung” damit “die Erde bestehenbleibt” wie sie ist, und der Mensch einfach nur am Leben bleibt und ob meine Tochter mit einem Hündchen oder einer Riesenschabe spielt ist mir eigentlich egal.

Lebendig tot

Filed Under (Aus der Tagespresse) by Vistin on 15-02-2009

Eluana Englaros ist am 9.02.09 gestorben. Sie ist verhungert, und das unter den Augen von Ärzten, ja sogar mit deren Hilfe und auf den Wunsch ihrer eigenen Familie hin. Wenn man es so schreibt klingt es grausam, unmenschlich, ja barbarisch. Doch Eluana war eigentlich schon vor 17 Jahren gestorben, bei einem Autounfall, nach dem sie in ein irreversibles Koma fiel. Ihr Fall hat Italien aufgewühlt und den Menschen, die froh sein können, es bisher nicht gewusst zu haben, gezeigt, was man alles unternehmen muss, um aktive Sterbehilfe betreiben zu können.

Eluana hat es nicht mitbekommen, doch ihre Familie ging durch etliche Gerichtsverfahren um endlich den Urteilsspruch zu bewirken, der es den Ärzten erlaubte die künstliche Ernährung einzustellen. Das Parlament und der Ministerpräsident Berlusconi versuchten ihren Tod noch in letzter Minute mit einem Dekret zu verhindern. Kritiker und der Vatikan sprechen von Mord. Doch wo liegt die Grenze zwischen Tod und Leben? Ist es wirklich so banal an den Lebensfunktionen feststellbar? Was ist mit der Seele? Gerade die Kirche müsste doch bedenken, dass in einem solchen Fall eine Lebende Seele in einem toten, oder zumindest nicht mehr lebensfähigem, Körper gefangengehalten wird. Ist das besser mit dem Glauben vereinbar, als Sterbehilfe?

Diese Geschichte aus der Sicht Eluanas zu schreiben, wäre wahrscheinlich makaber und doch ist diese Perspektive für einen Literaten vorstellbar, wie ist es, wenn der Prozess der Sterbens angehalten wird. Wenn man fällt und jemand hält die Zeit an, kurz bevor man unten aufschlägt. Ist es wirklich eine wundersame Rettung und doch eher eine Tantalos-Strafe? Wie sehr wir den Tod auch fürchten, so gehört er doch auch zum Leben, und die Natur hat es so eingerichtet, dass wir uns in bestimmten Lebenslagen und in einem gewissen Alter nach ihm sehnen, in ihm die Erlösung sehen. Doch wenn man sich auf das medizinische Urteil verlassen will, so konnte Eluana diese Sehnsucht nicht mehr empfinden. Mit ihrer Familie ist es etwas anderes.

Wie fühlt es sich an, seinem Kind 17 Jahre beim Sterben zuzusehen, ohne auch nur die geringste Hoffnung auf eine Rettung. Was muss in einem Vater alles passieren, damit er beginnt um den Tod seines Kindes zu kämpfen? Ich möchte diese Fragen hier nicht weiterführen, weil ich nicht weiß, ob man sich so etwas überhaupt ausmalen kann, oder ob man darüber schreiben könnte, wenn man es erlebt hätte.

Das Thema des Rechts auf den Tod ist ein sehr heikles und sehr anspruchvolles. Die Recherche würde Nervenstärke und unendliches Feingefühl erfordern und selbst dann liefe man gefahr all die Betroffenen mit dem fertigen Werk zu verletzen. Ist diese Gefahr bereits ein Grund dieses Thema ruhen zu lassen? Vielleicht ist ein solches Schicksal wie das von Eluana Englaros und ihrer Familie schon in der Zeitung frustrierend genug und kann auf eine literarische Verarbeitung verzichten.