Zwangstauchen
Filed Under (Aus dem Alltag gegriffen) by Vistin on 20-04-2011
Tagged Under : Bochum, Rauchverbot
Was haben Tauchgänge mit dem Betreten öffentlicher Gebäude gemeinsam?
Ja, genau, man muss bei beidem lange die Luft anhalten können.
Das Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden ist ja schon mal ein toller Schritt in die richtige Richtung gewesen, nur sollte man nun das “in” genauer definieren. Immerhin sprechen wir hier von Rauch, also etwas gasförmigem. Ich als Nichtraucher, will ja nicht vor den Rauchern geschützt werden, das sind meistens trotz ihres Lasters nette Leute, ich will vor dem Rauch geschützt werden. Und was bringt es mir da, wenn die Raucher draußen im Wind und Wetter stehen, aber so eng vor der sich immer wieder öffnenden Eingangstür, dass der ganze Rauch in das warme Gebäude zieht. In Ordnung, man könnte jetzt sagen, dass die Tatsache, dass der Raucher sich beim verschlingen seiner Kippe die Finger abfriert dazu führt, dass er weniger raucht. Aber das ist doch nur ein sehr langfristiger Erfolg, wenn überhaupt. Außerdem bin ich echt nicht Rachsüchtig, ich möchte den Rauchern nichts böses, nur selbst will ich frische Luft ohne Nikotin und Teer.
Wenn man schon rauchfreie Gebäude hat, will ich diese auch rauchfrei betreten können, daher sollte das Rauchverbot dringend auch auf die Eingangsbereiche vor den Türen ausgedehnt werden, damit man nicht 100m vor dem Gebäude bereits die Luftanhalten und rennen muss, ich bin gerade schwanger, also doppelt empfindlich für Rauch, halb so schnell zufuß und mein Lungenvolumen ist begrenzt. Da fühlt man sich beim betreten der Bochumer Stadtbibliothek so, als hätte man gerade eine halbe Schachtel weggepafft, vor allem, weil die Bochumer Mülleimer mit Aschenbecher dazu neigen weiter zu brennen und zu Qualmen, auch wenn gerade kein Raucher weit und breit zu sehen ist.
