Sterben für Anfänger

Filed Under (Filmische Leistungen) by Vistin on 27-07-2010

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Oder: Das ist doch nicht Wash, oder?

Eigentlich könnte ich diesen Artikel aber auch so nennen: Die moderne Nutzung einer Fernsehzeitschrift. Denn so begann alles. Wir öffneten völlig gelangweilt die kostenlose Programmbeilage unseres Stadtspiegels und da war er: Nackt, wie Gott ihn geschaffen hat, und blöd schauend.

Alan Tudyk als Simon

Der Pilot der Firefly aus der gleichnamigen Serie, in seiner ganzen Pracht!

Näheres Nachlesen ergab, dass es sich um Simon handelt, den ungewollten Schwiegersohn, tatsächlich gespielt von Alan Tudyk, in dem Film “Sterben für Anfänger” von 2007. Als der Film dann auch noch als die britischste US-Produktion aller Zeiten beschrieben wurde, war klar, dass der gesehen werden musste. Aber nein, wir schrieben uns keineswegs das Sendedatum und den Sender raus. Mit drei Klicks landete der Streifen auf unserer Ausleihliste bei LoveFilm und war kaum drei Tage später auch schon im Briefkasten. Ich habe seit drei Jahren keinen Fernseher mehr und ich vermisse ihn kein Stück :-)

Nun zum Film: Nein, nach zich Torchwood- und Doctor Who-Folgen irritierte es mich nicht, dass das Lenkrad der Autos auf der “falschen” Seite war, im Gegenteil, es machte den Film auf den ersten Blick sympathisch. Simons erster Auftritt hatte mit den Bildern aus Firefly im Hinterkopf dann auch noch einen doppelt komischen Effekt. Dem nervösen, jungen Mann auf dem Weg zu einer Beerdigung, auf der er erneut den verhassten Schwiegervater in Spe treffen soll, wird mit lautem Gehupe die Vorfahrt genommen. Simon selbst ist völlig durch den Wind, während seine resolute Verlobte Martha das Fenster runterkurbelt, um den anderen Autofahrer lautstark zur Schnecke zu machen.

Nach und nach lernt man die Verwandschaft kennen und dann ist da auch noch diese kleine Pillendose – drauf steht Valium, bei einer Beerdigung nicht ganz ungewöhnlich, doch drin ist die neueste Halluzinogen-Kreation von Troy, Marthas Bruder.

Was folgt, ist eine turbulente Verwicklungskomödie, räumlich auf das Anwesen des Verstorbenen begrenzt und zeitlich auf wenige Stunden der Trauerfeier. Mit gelungenen Schnitten, ausgefallenen und individuellen Bildern und unglaublich fein gezeichneten und gut gespielten Charakteren macht dieser kleine Film unendlich viel Spaß. Er hat tatsächlich etwas ungemein Britisches, ohne “Englisch” zu wirken. Nichts ist so, wie es scheint, und doch ist alles gut, obwohl es gerade völlig schief geht. Dadurch schafft der Film sehr oberflächliche, erfrischende Unterhaltung und hat doch Tiefe. Auf kurzen 90 Minuten finden Brüder zueinander und zu ihrem Vater, Beziehungen beweisen ihre Kraft und Beschaffenheit, Ereignisse und Aussagen werden relativiert. Man kann nicht viel genauer werden, ohne zuviel von der Handlung zu verraten. Doch es ist mehr als erstaunlich, wie viel Leben, wie viel Charakter in den wenigen dargestellten Stunden von den Figuren offen gelegt werden können, während man sich schlapp lacht.

Prädikat: unendlich unterhaltsam und empfehlenswert!

Serienjunkies unter sich

Filed Under (Serienjunkie) by Vistin on 10-07-2010

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Wir haben es endlich geschafft! Komplette zwei DVDs Firefly, eine Folge “Schwert der Wahrheit” und zwei Folgen Torchwood zum Eingewöhnen. Von zwei Uhr Nachmittags bis Mitternacht.

Aber es hat nur weh getan! Echt zum Heulen, wie kann man eine so geniale Serie wie Firefly so brutal abbrechen? Diese Charaktere, dieser brutale Realismus und das in einer SciFi-Serie! Wundervolle Entwicklungen, geniale Hintergründe und überhaupt. Ach zum Heulen!

Schwert der Wahrheit, erste Folge, war schwach. Nett gemacht, nette Effekte, aber hallo? Logik? Laut Kenner des Buches hat die Serie wohl viel kaputt gemacht. Auf jeden Fall hat sie nicht wirklich Lust auf mehr gemacht, nette Effekte – wie gesagt –  es ist cool zu sehen, dass solche Technik inzwischen auch für TV-Serien zur Verfügung steht, aber jetzt muss man sie auch noch richtig einsetzen.

Torchwood war genial. Ich entdecke da immer mehr geniale Sprüche, die Serie wird einfach nie langweilig. Kann ich ewig sehen. Cooler Effekt, das Stutzen und das Komischfinden bei den ersten Folgen fehlte mir diesmal nach 3 Staffeln Torchwood und zwei Staffeln Dr. Who  völlig, dafür hat Akropolis es genauso empfunden und mit der liege ich ja öfter auf gleicher Wellenlänge. Bin mal gespannt, ob ich sie mit der Serie genauso begeistern kann wie Sanrek. Ja, ich bin ein wahrer Junkie und auch noch Dealer. Aber gute Serien gehören verbreitet.