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The Vampire Diaries

Category : Gesehen

Wie ich schon schrieb, erstaunlich: Die Serie ist nicht schlecht. Das was auf den ersten Blick wie eine platte Teenie-Vampir-Geschichte wirkte, entwickelt durch die Charaktere der mysteriösen Katherine und des unberechenbaren Damon wirklich Tiefe.

Nein, halt! Keine Euphorie! Die Serie hat das Planschbecken zwar verlassen, spielt aber noch immer im frühen Nichtschwimmerbereich, aber zumindest erlaubt sie vorsichtige Hoffnung auf Beziehungstiefe.

Fangen wir vorne an. Die Geschichte ist zuerst sehr simpel: Der Vampir Stefan Salvatore kehrt nach über hundert Jahren in seine Heimatstadt Mystic Falls zurück, zufällig beobachtet er einen Autounfall auf einer Brücke. Er versucht, die Insassen zu retten und zieht dabei Elena Gilbert, das absolute Ebenbild von Katherine, seiner großen Liebe und Schöpferin, aus dem Autowrack.

Die Ähnlichkeit lässt ihn nicht los und er beobachtet Elena, irgendwann reicht das nicht mehr, er muss sie kennenlernen und meldet sich als Schüler an Elenas Schule an. Die Serie beginnt erst hier und den Hintergrund erfährt man erst nach und nach in den ersten Folgen. Eine nicht unübliche und im Grunde sehr gute Technik, um in eine Serie einzusteigen, doch irgendwie hat die “Bis(s) zum Erbrechen”-Serie (Die in Vampire Diaries übrigens sehr treffend kommentiert wird) das Vertrauen in dieses Genre kaputt gemacht. Dass Stefan geplant und gezielt vorgeht und sich hinter dem alten Foto von Katherine eine komplexe Beziehung verbirgt und nicht nur der simple Gedanke der wiedergeborenen Seelenverwandten, merkt man erst spät und bis dahin ist man schon davon überzeugt, auf Pfützenniveau zu sein.

Zum Glück gibt es Damon, Stefans älteren Bruder, der recht früh als “der Bösewicht” auftaucht und die Sache verkompliziert. Dabei steht Damon ganz knapp auf der Kante, es wird recht gut klar, dass man ihn nicht einfach so töten kann, aber trotzdem ist er eine reale, sehr große Bedrohung.

Mit dem Stadtrat, der über die Vampire Bescheid weiß, einigen Unbekannten von außerhalb, einer Familie von Hexen und einer gut dosierten Prise Zufall, bleibt die Serie zwar eine Teenie-Beziehungs-Geschichte, aber auch spannend!

Besonders lobenswert, wie Damon es so schön sagt: “Er lebt in einer Welt, in der Vampire im Sonnenlicht sterben!” Darüber hinaus töten sie auch und haben durch eine “vegetarische” Ernährung von Tierblut erhebliche Nachteile zu ertragen. Ich bin gespannt, ob die Serie in Deutschland weiter ausgestrahlt wird, denn seit März hat sich bei Pro7 ja nichts getan.

Dexter

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Category : Gesehen

Auf mehrfache Empfehlung von verschiedenen Personen sind wir jetzt bei “Dexter” angelangt. Naja, Folge 1 und 2 haben nicht beeindruckt. Sind wir jetzt endgültig verdorben?

Irgendwie fehlt mir in den ganzen Serien der Humor, der Sarkasmus, das bissige. Ja, Dexter ist abgedreht und schräg, aber unglaublich zurückhaltend, nicht nur als Figur, auch als Erzähler. Mag ja sein, dass das zu dem Psychopathen gehört, doch es sorgt dafür, dass die Figur wieder so hölzern wirkt. Irgendwie ist Dexter genau so wie Georg aus “Dead like me”. Liegt das am Thema? Steht irgendwo geschrieben, dass makabre Themen nur mit einem gewissen Abstand behandelt werden dürfen? Oder beherrschen die “erfolgreichen” US-Serien sowas nur nicht?

Verdammt! Bei “The Vampire Diaries” gab es zumindest etwas von diesem schneidenden Witz in Form des bösen Bruders Damon. Ist das mein Schicksal? Muss ich wirklich zugeben, dass ich bei allen Serien, die mir in letzter Zeit empfohlen wurden, bei einer Teenie-Vampirgeschichte gelandet bin?

Zurück zu Dexter. Ich werde die Serie mal verfolgen, ist ja wieder einmal nicht viel,. Es ist fast schon ein Dogma, dass jede Serie, die nicht der letzte Müll ist, in Deutschland nach Staffel 2 abgesetzt wird. Denn wie es scheint: Auch Dexter hat es nicht weiter als bis Staffel 2 geschafft. Es ist zum Kotzen!